Selbstständige
Nachweisbogen für Selbstständige beim Elterngeld
Der Nachweisbogen für Selbstständige wirkt wie ein Formular. Tatsächlich entscheidet er oft über die endgültige Elterngeldberechnung.
Einnahmen, Ausgaben, 25-Prozent-Pauschale und Topf-Prinzip sollten vor dem Absenden verstanden sein.
Warum dieses Formular so wichtig ist
Der Nachweisbogen fragt Einnahmen und Ausgaben im Bezugszeitraum ab. Daraus wird der Gewinn ermittelt, der die endgültige Elterngeldfestsetzung beeinflusst.
Damit wirkt der Bogen direkt auf Nachzahlung oder Rückforderung.
Einnahmen und Ausgaben richtig einordnen
Bei Selbstständigen reicht es nicht, auf den Jahressteuerbescheid zu warten. Für die Elterngeldabrechnung sind die konkreten Bezugsmonate wichtig.
Einnahmen, Ausgaben, Rechnungszeitpunkte und Zahlungsflüsse müssen so aufbereitet werden, dass die Elterngeldstelle die Monate richtig zuordnet.
25-Prozent-Pauschale prüfen
Vor dem Ausfüllen muss geprüft werden, ob tatsächliche Betriebsausgaben oder die 25-Prozent-Pauschale günstiger sind. Diese Entscheidung kann die Schlussabrechnung deutlich verändern.
Wird die Pauschale genutzt, bleiben Bezugsmonate ohne Betriebseinnahmen regelmäßig als Monate ohne Zuverdienst erkennbar. Dann geraten sie nicht durch reine Ausgabenbetrachtung in den Topf mit Zuverdienst.
Topf-Prinzip in der Schlussabrechnung
Die Schlussabrechnung arbeitet nicht mit einem einzigen unscharfen Topf. Es sind Basiselterngeld und Elterngeld Plus jeweils mit und ohne Zuverdienst zu trennen.
Partnerschaftsbonusmonate mit Zuverdienst gehören zum Topf der Elterngeld-Plus-Monate mit Zuverdienst. Elterngeld-Plus-Monate ohne Zuverdienst gehören nicht in diesen Topf.
Weitere passende Seiten
Mehr Einordnung finden Sie auf diesen Seiten: Nachweisbogen bei Selbstständigen, 25-Prozent-Pauschale, Schlussabrechnung beim Elterngeld und Rückforderung bei Selbstständigen.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zum Nachweisbogen für Selbstständige
Muss ich den Nachweisbogen wahrheitsgemäß ausfüllen?
Ja. Die Angaben müssen wahr sein. Vorher sollte aber geprüft werden, welche zulässige Nachweismethode wirtschaftlich richtig ist.
Warum ist die 25-Prozent-Pauschale wichtig?
Sie kann bei Selbstständigen günstiger sein als tatsächliche Betriebsausgaben und die Zuordnung zu Monaten mit oder ohne Zuverdienst beeinflussen.
Was hat der Nachweisbogen mit dem Topf-Prinzip zu tun?
Die Angaben entscheiden, welche Bezugsmonate mit Zuverdienst abgerechnet werden und wie der Durchschnitt gebildet wird.
Sollte ich den Bogen allein abschicken?
Bei Selbstständigkeit, Elterngeld Plus oder Partnerschaftsbonusmonaten sollte der Bogen vor dem Absenden fachlich geprüft werden.