Endgültige Festsetzung
Schlussabrechnung beim Elterngeld
In der Schlussabrechnung zeigt sich, ob die ursprüngliche Elterngeldplanung hält.
Endgültige Einnahmen, Ausgaben, Arbeitszeiten und Zuverdienste können zu Nachzahlung oder Rückforderung führen.
Was in der Schlussabrechnung passiert
Nach einer vorläufigen Bewilligung muss die Elterngeldstelle die offenen Punkte endgültig festsetzen. Dazu gehören tatsächliches Einkommen, Zuverdienst, Arbeitszeit, Mutterschaftsleistungen und weitere Nachweise.
Die endgültige Festsetzung kann den ursprünglichen Zahlbetrag bestätigen, erhöhen oder verringern.
Selbstständige besonders sorgfältig begleiten
Bei Selbstständigen ist die Schlussabrechnung häufig der finanziell entscheidende Teil des Verfahrens. Einnahmen und Ausgaben müssen den Bezugsmonaten richtig zugeordnet werden.
Der Nachweisbogen der Elterngeldstelle sollte nicht einfach ausgefüllt und abgeschickt werden. Vorher muss geprüft werden, ob tatsächliche Betriebsausgaben oder die 25-Prozent-Pauschale günstiger sind.
Topf-Prinzip in der Abrechnung
In der Schlussabrechnung zeigt sich das Topf-Prinzip praktisch. Basiselterngeld und Elterngeld Plus werden jeweils mit und ohne Zuverdienst getrennt betrachtet.
Elterngeld-Plus-Monate mit Zuverdienst gehören in den entsprechenden Topf. Elterngeld-Plus-Monate ohne Zuverdienst gehören nicht in diesen Einkommenstopf.
Nachzahlung oder Rückforderung
Ergibt die endgültige Festsetzung einen höheren Anspruch, kommt eine Nachzahlung in Betracht. Ergibt sie einen niedrigeren Anspruch, fordert die Elterngeldstelle zu viel gezahltes Elterngeld zurück.
Deshalb sollten Eltern die Schlussabrechnung nicht als reine Formsache behandeln.
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Mehr Einordnung finden Sie auf diesen Seiten: vorläufiger Elterngeldbescheid, Rückforderung beim Elterngeld, Nachweisbogen für Selbstständige und Topf-Prinzip beim Elterngeld.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zur Schlussabrechnung beim Elterngeld
Warum gibt es eine Schlussabrechnung beim Elterngeld?
Weil vorläufige Bescheide später mit endgültigen Zahlen abgerechnet werden.
Betrifft die Schlussabrechnung vor allem Selbstständige?
Ja, besonders wenn Gewinn oder Zuverdienst im Bezugszeitraum eine Rolle spielen.
Warum ist die 25-Prozent-Pauschale wichtig?
Weil sie bei Selbstständigen wirtschaftlich günstiger sein kann als der Ansatz tatsächlicher Betriebsausgaben.
Kann die Schlussabrechnung eine Rückforderung auslösen?
Ja. Wenn die endgültige Festsetzung niedriger ist als die vorläufige Zahlung, entsteht eine Rückforderung.