Monatsplanung

Auf Elterngeldmonate verzichten

Nicht jeder mögliche Elterngeldmonat ist wirtschaftlich gut. Bei hohem Zuverdienst schadet ein Monat manchmal mehr, als er bringt.

Das ist keine pauschale Empfehlung, sondern eine Berechnungsfrage.

Warum ein Anspruchsmonat wirtschaftlich schadet

Ein Elterngeldmonat mit hohem Einkommen nach der Geburt bringt oft nur wenig Elterngeld. Bei Elterngeld Plus mit Einkommen beeinflusst er außerdem den passenden Berechnungstopf.

Dadurch verschlechtert ein einzelner hoher Zuverdienst nicht nur diesen Monat, sondern mehrere Monate im selben Topf. Genau deshalb gehört das Topf-Prinzip in die Prüfung.

Verzicht ist kein Automatismus

Ein ungünstiger Monat darf nicht vorschnell gestrichen werden. Entscheidend ist, was dadurch mit dem restlichen Plan passiert.

Ab dem 15. Lebensmonat führt eine Lücke im Elterngeld-Plus-Bezug grundsätzlich dazu, dass spätere Monate verloren gehen. Vor jedem Verzicht muss deshalb die Seite Elterngeld Plus ab dem 15. Lebensmonat mitgedacht werden.

Selbstständige und spätere Zahlen

Bei Selbstständigen zeigt sich ein ungünstiger Monat häufig erst später, wenn Einnahmen und Ausgaben feststehen. Innerhalb der Rückwirkungsgrenzen wird dann geprüft, ob eine Änderung möglich und sinnvoll ist.

Wenn in einem Lebensmonat wahrheitsgemäß mehr als 32 Wochenstunden gearbeitet wurde, besteht für diesen Monat kein Elterngeldanspruch. Das darf aber nicht als bloße Gestaltungsidee verstanden werden. Die Erklärung muss wahr und plausibel sein.

Abgrenzung zum Auslassen eines Monats

Die Seite Elterngeldmonat auslassen betrachtet die Monatsplanung aus der Antragsperspektive. Diese Seite legt den Schwerpunkt auf den bewussten Verzicht, wenn ein bereits möglicher Monat wirtschaftlich ungünstig ist.

In beiden Fällen entscheidet nicht der einzelne Monat allein, sondern die Wirkung auf Zuverdienst, Umwandlung und Folgemonate.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Verzicht auf Elterngeldmonate

Sollte man jeden Elterngeldmonat nutzen?

Nein. Ein Monat mit hohem Zuverdienst verschlechtert manchmal mehrere Monate im passenden Topf.

Ist Verzicht ab dem 15. Lebensmonat gefährlich?

Ja. Eine Lücke im Elterngeld-Plus-Bezug führt grundsätzlich zum Verlust späterer Monate.

Betrifft das nur Selbstständige?

Nein. Es betrifft auch Angestellte mit frühem Wiedereinstieg oder hohem Teilzeitlohn.

Was muss vor dem Verzicht geprüft werden?

Zuverdienst, Topf-Prinzip, Rückwirkung, Lückenregel und der Plan des anderen Elternteils.