Bemessungszeitraum des Elterngeldes

Für die Berechnung des Elterngeldes werden die 12 relevanten Kalendermonate des Bemessungszeitraums vor der Geburt des Kindes ermittelt.

Nach § 2b Abs. 1 BEEG sind die letzten 12 Kalendermonate vor der Geburt eines Kindes für die Einkommensermittlung zu betrachten. Dabei handelt es sich um Kalendermonate. Im Gegensatz sind die für Elterngeld beantragen Bezugsmonate immer Lebensmonate des Kindes.

Der Monat in dem das Kind geboren wurde bleibt unberücksichtigt. Beispiel: Das Kind wird am 31.03.2014 geboren. Für die Ermittlung des Einkommens sind somit die Monate März 2013 bis Februar 2014 zu berücksichtigen. Das Einkommen im März 2014 wird nicht betrachtet.

Für Eltern mit Einkünften aus selbstständiger Tätigkeit, Gewerbebetrieb oder mit Mischeinkünften wird grundsätzlich auf den letzten abgeschlossenen steuerlichen Veranlagungszeitraum vor der Geburt des Kindes zurückgegriffen (i.d.R. über den EkST-Bescheid oder eine EÜR). Eine Berücksichtigung der 12 Kalendermonate vor der Geburt des Kindes ist für Eltern mit selbstständigen oder Mischeinkünften nicht vorgesehen! Dies gilt auch dann, wenn das Einkommen im von der Elterngeldstelle ermittelten Bemessungszeitraum viel geringer war als das, was in den Monaten vor der Geburt des Kindes erwirtschaftet wurde.

In Summe bilden die für die Berechnung des Elterngeldes relevanten Kalendermonate vor der Geburt des Kindes den sog. Bemessungszeitraum. Liegen im Bemessungszeitraum bestimmte Ausklammerungstatbestände vor, darf man auf Antrag die davon betroffenen Kalendermonate verschieben. Bei Antragstellern mit Einkünften aus nichtselbstständiger Tätigkeit verlagert man übrigens einzelne Kalendermonate weiter in die Vergangenheit. Bei Selbstständigen und Eltern mit Mischeinkünften verschiebt sich der ganze Bemessungszeitraum (i.d.R. das Kalenderjahr vor der Geburt des Kindes, bzw. das vom Kalenderjahr abweichende Wirtschaftsjahr).

Die folgenden Ausklammerungs- und Verschiebetatbestände hat der Gesetzgeber vorgesehen:

  1. den Bezug von Elterngeld für ein älteres Kind,
  2. den Bezug von Mutterschaftsleistungen,
  3. Zeiten nachweislicher schwangerschaftsbedingter Erkrankungen mit Einkommenseinbußen oder
  4. Zeiten mit Einkommenseinbußen auf Grund der Ableistung von Wehr- oder Zivildienst bis einschließlich 31.05.2011.

Findet eine Ausklammerung und Verschiebung einzelner Monate oder des gesamten Bemessungszeitraums zu Ungunsten des Antragstellers statt, darf dieser auf die Ausklammerung verzichten. Eine entsprechende Erklärung muss den Antragsunterlagen an die Elterngeldstelle beigefügt werden.

Der Bezug von Elterngeld für ein älteres Kind:

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Der Bezug von Mutterschaftsleistungen:

Schwangerschaftsbedingte Erkrankung mit Einkommenseinbuße:

Zeiten mit Wehr- oder Zivildienst: